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Gürtelrose – die weit unterschätzte Krankheit

Was ist Gürtelrose (engl. Zoster)?

Die Gürtelrose ist eine durch das Varicella-Zoster-Virus (VZV) aus der Familie der Herpes-Viren ausgelöste Infektionskrankheit. Zehn bis 20 Prozent der Varizellen-Erkrankten erleiden später Herpes Zoster. Insgesamt entwickeln pro Jahr etwa zwei bis fünf von 1.000 Menschen eine Gürtelrose.

Erste Anzeichen und Symptome der Gürtelrose

Die für die Gürtelrose typischen brennenden, bohrenden bis hin zu schneidenden Schmerzen, die auch Schwankungen in ihrer Stärke aufweisen, können sich bereits Tage vor der Bläschen-Bildung bemerkbar machen. Jucken und Berührungsüberempfindlichkeit im betroffenen Hautareal sind häufig auch vorhanden. Später kommen dann Brennen und Hautrötungen bis hin zur Bläschenbildung dazu. Begleitend können Krankheitsgefühl, Fieber und Abgeschlagenheit auftreten.

Schmerzen, die das tägliche Leben empfindlich belasten

Im Herbst warten wieder viele Herausforderungen auf unseren Körper: Grippe- und Coronawellen klopfen an die Haustür. Im Gegensatz zu diesen Herausforderungen bedroht eine ganz andere Anforderung unser Leben. Bei fast 85 % entsteht eine merkbare Einschränkung des täglichen Lebens – vor allem bedingt durch die Schmerzen.

Die Gürtelrose – was ist das für eine Krankheit

Jeder Mensch, der im Laufe seines Lebens einmal Windpocken hatte, trägt den Erreger für Gürtelrose bereits in sich. Diese mögliche Ursache trifft auf über 90 % der Menschen zu, die über 60 Jahre alt sind. Mit zunehmenden Alter wird unser Immunsystem immer schwächer, und die Menschen werden anfälliger für Infektionskrankheiten wie Gürtelrose.

Wer ist besonders gefährdet für Gürtelrose?

  • Menschen, die bereits an Windpocken erkrankt waren
  • Menschen über 60 Jahre (Grund: schwächer werdendes Immunsystem)
  • Menschen, die wg. Stress oder COVID-Erkrankungen oder anderen Erkrankungen ein geschwächtes Immunsystem haben

Gürtelrose – Impfempfehlung

Empfehlung der STIKO

Personen ab 60 Jahren und Personen mit Grunderkrankung oder Immunschwäche ab 50 Jahren eine Impfung gegen Gürtelrose bereits vor einer COVID-Erkrankung.

Folgekrankheiten der Gürtelrose

Wenn die juckenden Bläschen aufgekratzt werden, kann es zu bakteriellen Entzündungen der Haut kommen. Entstehende Narben können an diesen Stellen dauerhaft zurückbleiben. Weitere Folgen einer Gürtelrose können auch eine Überempfindlichkeit der Haut oder Pigmentstörungen sein.

Mehr Herzinfarkte und Schlaganfälle nach der Gürtelrose (Herpes Zoster)

Virus-Infektionen, die eine Gürtelrose auslösen, könnten auch das Risiko für einen Schlaganfall oder Herzinfarkt vergrößern. Bestätigt sich dieser Zusammenhang in künftigen Untersuchungen, dann wären Todesfälle infolge Herz- und Gefäßschädigungen perspektivisch auch durch Medikamente gegen den Varizella-Zoster-Virus zu verhindern, so das Resümee südkoreanischer Wissenschaftler jetzt im Journal des „American College of Cardiology“
Quelle: Assmann-Stiftung

Therapien bei Gürtelrose

Bei Patienten mit unkompliziertem Verlauf ist neben der sorgfältigen Hautpflege eine orale antivirale Therapie, z.B. mit Aciclovir, Famciclovir, Valaciclovir oder Brivudin ausreichend.

Akupunktur wirkt bei rund der Hälfte aller Gürtelrose-Patienten schmerzlindernd. Auch die Transkutane Elektrische Nervenstimulation (TENS) vermochte schon Patienten Linderung zu verschaffen. Auf die Haut geklebte Elektroden geben regelmäßig schwache Stromreize ab und sollen die Schmerzübertragung ins Gehirn verhindern.

Die ayurvedische Heilkunst ist für ihre oftmals unkonventionellen, aber effektiven Behandlungsmethoden bekannt. Das gilt insbesondere für Ayurveda gegen Gürtelrose (Herpes Zoster). Hier wird mit krankheitsbezogenen Diäten und Naturheilverfahren gearbeitet.

Literatur zum Thema Gürtelrose

Es gibt eine Menge Literatur zum Thema Gürtelrose, mit der Patienten die Möglichkeit haben, am Erfahrungsschatz anderer Patienten teilzuhaben und sich über den richtigen Umgang mit der Krankheit informieren zu können.

Zu Literatur Gürtelrose

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