SKULPTURAL in der Hamburger Kunsthalle

Große Ausstellung mit fast 1.000 Werken

Die Hamburger Kunsthalle präsentiert mit SKULPTURAL. Die neuen Galerien eine der umfangreichsten Ausstellungen ihrer Geschichte. Vom 24. April 2026 bis zum 11. April 2027 zeigt die medien- und epochenübergreifende Schau fast 1.000 Werke aus 2.500 Jahren Bildgeschichte. Präsentiert werden Skulpturen, Reliefs, Gemälde, Fotografien, Grafiken sowie Raum- und Videoinstallationen in überraschenden Gegenüberstellungen von der Antike bis zur Gegenwart.

Athen, Tetradrachme (440–420 v. Chr.) Rückseite der Münze: Eule Silber, Ø 24 mm, 17,09 g © Hamburger Kunsthalle

Forschungsprojekt erschließt 6.000 Kleinstskulpturen

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht ein bedeutendes Forschungsprojekt zu Münzen, Medaillen und Plaketten aus Gold, Silber und Bronze. Rund 6.000 dieser sogenannten „Kleinstskulpturen“ werden erstmals umfassend untersucht, restauriert, digitalisiert und wissenschaftlich erforscht. Etwa 650 ausgewählte Objekte sind Teil der Ausstellung und verdeutlichen die historische Grundlage der Skulpturensammlung der Kunsthalle.

Neue Galerien und modernisierte Ausstellungsräume

Für SKULPTURAL wurden die rund 1.500 Quadratmeter großen Ausstellungsflächen im Erdgeschoss des Gründungsbaus und des Erweiterungsbaus aufwendig modernisiert. Neue Display-Elemente, moderne LED-Beleuchtung, restaurierte historische Räume und interaktive digitale Stationen schaffen ein zeitgemäßes Ausstellungserlebnis. Die Maßnahmen wurden mit insgesamt vier Millionen Euro durch die Dorit & Alexander Otto Stiftung ermöglicht.

 

 

 

Kunstwerke im Dialog zwischen Antike und Gegenwart

Die Ausstellung verbindet antike Werke mit moderner und zeitgenössischer Kunst. Antike Porträts treffen auf Fotografie der Gegenwart, Plastiken von Auguste Rodin oder Aristide Maillol stehen neben Videoarbeiten von Marina Abramović. Dadurch entstehen neue Perspektiven auf Themen wie Körper, Gesicht, Erinnerung, Gestik und künstlerische Darstellung.

Pablo Picasso (1881–1973), Die Eule, 1952, 12.12., Gebrannter Ton, bemalt, 34 x 25 x 34,5 cm, Hamburger Kunsthalle, erworben 1956, © Succession Picasso / VG BildKunst, Bonn 2026 © Hamburger Kunsthalle / bpk, Foto: Elke Walford
Pablo Picasso (1881–1973), Die Eule, 1952, 12.12., Gebrannter Ton, bemalt, 34 x 25 x 34,5 cm, Hamburger Kunsthalle, erworben 1956, © Succession Picasso / VG BildKunst, Bonn 2026 © Hamburger Kunsthalle / bpk, Foto: Elke Walford

 

Rückkehr historischer Gipsabgüsse

Ein wichtiger Teil der Ausstellung ist die Rückkehr ausgewählter antiker Gipsabgüsse, die ursprünglich zum Bestand der Kunsthalle gehörten und später an die Universität Hamburg abgegeben wurden. Die Werke werden nun als Leihgaben erneut präsentiert und erinnern an das historische Antikenideal, das die Kunsthalle seit ihrer Gründung geprägt hat.

Internationale Kooperationen und bedeutende Leihgaben

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit renommierten Institutionen wie den Staatliche Museen zu Berlin, der Universität Hamburg und besonders dem Musée d’Orsay. Mehr als 25 Leihgaben aus Paris sowie Werke aus europäischen Privatsammlungen erweitern die Sammlung der Kunsthalle um bedeutende internationale Positionen.

Innovative Präsentationsformen und digitale Vermittlung

Neue Tischvitrinen und digitale Stationen ermöglichen eine intensive Begegnung mit den oft sehr kleinen Kunstwerken. Besucherinnen und Besucher können über 3D-Scans, Animationen und QR-Codes zusätzliche Informationen und hochauflösende Abbildungen abrufen. Die Ausstellung verbindet damit klassische Museumspräsentation mit modernen digitalen Vermittlungsformen.

Besonderes Highlight: Der neue Wunschbrunnen

Den Abschluss des Rundgangs bildet ein neues ortsbezogenes Kunstwerk der französischen Künstlerin Laure Prouvost. Ihr Werk The Breast Wishing Fountain From Grandma’s Lab (2026) greift die historische Idee eines Kunstbrunnens in der Rotunde des Erweiterungsbaus auf und interpretiert sie zeitgenössisch neu.

Bedeutende Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung

Die Ausstellung vereint Werke zahlreicher bedeutender Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Jahrhunderten. Dazu gehören unter anderem Pablo Picasso, Henri Matisse, Alberto Giacometti, Käthe Kollwitz, Bruce Nauman, Constantin Brancusi und viele weitere internationale Positionen.

Digitale Zugänglichkeit der Sammlung

Parallel zur Ausstellung werden erstmals zahlreiche Münzen, Medaillen und Plaketten online veröffentlicht. Über die digitale Sammlung der Kunsthalle und das Portal IKMK erhalten Interessierte dauerhaft Zugang zu Forschungsergebnissen, Abbildungen und weiterführenden Informationen zu den ausgestellten Kleinstobjekten.

Hamburger Kunsthalle
Glockengießerwall 5
20095 Hamburg

Mail:info@hamburger-kunsthalle.de
Telefon:+49-(0)40-428131-200

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